© All Rights Reserved 2002-ff.  

 

Hilmar Ebert

 Haben Sie Schachhumor?

 Ein Selbsttest in 7 Schritten.

Hit Counter

      Was Humor ist, darüber scheiden sich bekanntlich die Geister. Humorvoll kann man jeden­falls die Tatsache finden, dass sich offenbar niemand für humorlos hält ... Humor ist, wenn man trotzdem mattsetzt! Vor allem im Problemschach, wo es immer erst mal nicht geht – so wie man möchte!

     Als Testbeispiele dienen ausschließlich Kompositionen meines langjährigen Schachfreundes Hilmar Ebert (he) aus Aachen: Er hatte gemeinsam mit Herbert Bastian im gleichen Schul­schachklub in Völklingen die ersten ernsthaften Gehversuche im Schach begonnen!

Und nun geht es los: einfach die Punkte derjenigen (witzigerweise selbst gelösten) Aufgaben ad­dieren, deren Abspiele Sie für humorvoll halten!

 Nr. 1: Ist 1.Kc7 wirklich ein Matt?! (1 Punkt)

 Nr. 2: Aha - nicht nur König und Turm, nein alle weißen Steine stehen auf den Ausgangsfel­dern! Ein schwaches Kerlchen auf g4 bietet da nicht viel Schutz. Der Weiße hat sich brav das Rochaderecht bewahrt - wie viele Minuten bis zur Lösung? (2 Punkte)

 Nr. 3: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper? Wohlan, etwas Preiskegeln sorgt für die rechte Bewegung - und die vier „Home-Base“-Steine von eben dürfen nun keine ruhige Kugel schieben ... (3 Punkte)

 Nr. 4: Eine atemberaubende Bereicherung der Endspieltheorie: Wie gewinnt man mit gleichfar­bigen Läufern (einer muss durch Umwandlung entstanden sein!) gegen schwarze Bauern? (4 Punkte)

 Nr. 5: Weniger bekannt ist, dass das moderne ökologische Bewusstsein bis in die Problemkom­position eingedrungen ist. Wer Vieles bringt, wird manchem etwas bringen ... (Faust). Vier Schachaufgaben im Schuber, ökologisch anständig - drei Verpackungen eingespart. Mit vor Sinntiefe triefender Widmung. Wie verhalten sich Ihre vier Lösungszeiten zueinander? (4 Punkte)

 Nr. 6: Die Schluss-Stellung einer sehr freien Partie des Verfassers nach schwer durchzechter Nacht. Schwarz hatte frechweg ausschließlich Springerzüge demonstriert - und dabei etwas von „Super-Aljechin“ in den Bart gemurmelt. Ohne mit der Wimper zu zucken, reduzierte er emp­findlich das weiße Lager, hielt aber die eigenen Mannen umsichtig gedeckt. Weiß wiederum hatte mit wahrlich undurchschaubaren (!) problemschachlichen Manövern drei seiner Bauern zu Damen geführt, was ihm im nüchternen Zustand nicht im Traum eingefallen wäre.

     Eine hundsgemeine Materialverteilung war das - wer stand hier eigentlich besser? Das Blätt­chen bog sich bereits bedrohlich gen Himmel, als dem Weißen plötzlich dämmerte, welche Kräfte doch einem Harem innewohnen ... (6 Punkte)

 Nr. 7: Etwas für starke Nerven: unter der geballten Löser-Weltelite in Andernach 1988 fand nur ein Experte (innerhalb von 24 Stunden - ohne Computer!) den versteckten Weg. (10 Punkte) 

Nr. 1

diagrammes 1979

Matt in wie vielen Zügen?

 

Nr. 2

Lüneburger Landeszeitung 1988

Matt in 5 Zügen

 

Nr. 3

Stern 1989

Matt in 5 Zügen

 

Nr. 4

Schweizerische Schachzeitung 1978

Weiß gewinnt?!

  

Nr. 5

feenschach 1992

H. Gruber zum 1. bis 4. Advent gewidmet

Matt in genau 1, 2, 3 und 4 Zügen!

 

Nr. 6

Weihnachts- und Neujahrsgruß 1994/95

Weiß gewann, aber wie?

 

Nr. 7

feenschach 1988

Weiß kündigt ein Matt in 6 Zügen an ...

 

Uff! Gesamtpunktzahl (ohne Computer!) notiert ?! Humorigerweise zuerst das Testergebnis:

 1 bis 3 Punkte: Schachhumor ist nichts für Sie, bleiben sie seriös bis zum Zähneknirschen: lö­sen Sie ausschließlich orthodoxe Zweizüger, das ist Strafe genug.

 4 bis 10 Punkte: Genetisch nicht unbedingt hoffnungslos, aber Ihr Humorzentrum im linken Vorderlappen braucht Nahrung.

 11-20 Punkte: Der Anfang ist getan: Großmeisterliche Hirnwindungen direkt vor dem Lust­zentrum ...

 21-29 Punkte: Genialer Schachhumor!

 30 Punkte: OK: Orden wider den Tierischen Schach-Ernst in Aachen 2003 - he vermittelt ...!

 Lösungen

 

 

© Dr. Hilmar Alquiros The Philippines 2002 ff.