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Hilmar Ebert

 Haben Sie Schachhumor?

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Für die Nichtlöser und für die Humorlosen hier noch die Lösungen:

 Nr. 1: 1.kc7 matt?! - Schwarz hat in der Diagrammstellung keinen letzten Zug, somit kann nicht Weiß am Zuge sein! Und Schwarz wehrt sich zunächst mittels: 0...a5 (!) und nun geht's los: 1.kc7+! ka7 2.kc6!! a4 3.th4! a3 4.ta4+ kb8 5.ta3: kc8 6.ta8 matt. 1.th4? greift zu spät: 1....ka7 (!) 2.kc7 ka6 3.kc6 ka7 4.ta4 ka6 ... Retroanalyse im Wenigsteiner (Auf­gaben und Endspiele bis 4 Steine): für diese „Euklidischen Elemente“ des Problem- und Studienschachs hatte he in jungen Jahren die weltweit umfassendste Sammlung aufgebaut („SAM“, > 25.000 Probleme!).

 Nr. 2: 1.th5! kf4 2.se2+ kf3 3.kd2! g3 (3...ke4? 4.lg2 matt) 4.th4 ~ 5.tf4#; 2...ke3/4 3.lg2(+) ~ 4.tc5 ~ 5.tc3 matt. Insgesamt 9 Varianten, die weißen Züge sind stets eindeutig! Ja, die Rochade war nicht (!) nötig ...

 Nr. 3: Nicht 1.ld3? ed3:?! 2.sf3+! ke4 3.sd2+! ke5(!) 4.th4 f3 5.sf3: matt wegen 1...f3!

Daher: 1.sf3+! ef3: 2.ld3 f2+ 3.kf2: f3 4.kf3: f4 5.te1 matt. Opfer in Verführung und Lösung! (he-chess[1] Nr. 3 = Kegelschach, 1998).

 Nr. 4: 1.lh6! a2 (!) 2.la1!! a3 3.kf6 kh8 4.kf7 matt (1... kh8:? 2.kf7! nebst 3.lg7 matt). Theorie-Ausnahme: hier gewinnen zwei gleichfeldrige weiße Läufer - nach doppelter Schnittpunktüberschreitung des Feldes g7 - gegen mehrere schwarze Bauern: mit dem so genannten Inder: vorübergehende Selbstverstellung zwecks Pattvermeidung und Abzug. Von wegen höchstens Remis – mehr Kampfgeist!

 Nr. 5: 1) 1.te6 matt; 2) 1.sf3+! kf5 2.le4 matt; 3) 1.tc6! kd5 2.lb7! ke5 3.te6 matt; 4) 1.se2! kf5 2.sf4 ke5 3.sd3+ kf5 4.le4 matt Pattaufhebung, Mattwechsel, Selbstverstellung und Tempospiel. Und nicht 1.tc6? kd5 2.lb7 ke5 3.sf3+? (3...kf5? 4.lc8 matt) wegen 3...kd5! 4.?? Eigentlich erbaulich eine Lösung pro Dezemberwoche vorgesehen ...

 Nr. 6: Wenn Schwarz sich ernsthaft wehrt, führt jeweils nur ein eindeutiger, dualfreier Zug von Weiß zum Erfolg: 1.df7:+! kf7: 2.dd-f4+ sf6 3.df6:+! kg8(!) 4.dh5! g6(!) 5.dg2-g6:+! hg6: 6.dh8: matt. Drei mal Damenopfer! Das zweite nahm Schwarz lieber nicht an wegen 3...kf6:? 4.de2(g2) f3+ ... usw.; natürlich ohne Anspruch auf Legalität (Partie-Erspielbarkeit)! - Solche „SPAsS“-Stellungen (Schwarzen Partie-Anfangs-Stellungen!) wurden von he syste­matisch studiert (feenschach 1976; Die Schwalbe 1995). Dieser „Weihnachts- und Neujahrs­gruß“ erfuhr in Computerschach & Spiele (1995 S. 44) in der Lösungsbesprechung einen hu­morvollen Abgang, als ein Herr Quack fragte: „Wo sollen die Umwandlungsdamen entstanden sein?“ und flugs empfahl, die Stellung um 1800 zu drehen, jetzt mit profaner Lösung 1.Dc2: Kc2: 2.De4+ nebst Matt im 3. Zug.

 Nr. 7: 1.sd5!! kd1(!) 2.kc3!! ke2 3.sd4+ kf1 4.se3+ kg1 5.sf3+ kh1 6.sf2 matt; 1...kb1? 2.sd4!... oder 2...ka1? 3.kb3(4) ~ 4.sc3+ ... führen zu Kurzmatts im 5. Zug. Ma­ximale Entfernung der Mattecke: 5 Felder statt 2 am falschen Rand a1 ... und ohne den weißen König, nur durch die drei weißen Springer! Plus ein bisschen Ornamentik: die drei Springer bil­den, wie in der Diagrammstellung, nach 3.sd4+ und nach 5.sf3+ jeweils eine Linie (90° und 180° gedreht).

     Sie haben das wirklich alleine gelöst?! Bitte outen Sie sich und melden Sie sich bei der Schachhumormeisterschaft der Intergalaktischen Föderation an! 

[1] www.hilmar-ebert.de , www.chessworld.org !

© Dr. Hilmar Alquiros The Philippines 2002 ff.